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sarah003 Frau » Trainingstagebuch

18:30:00 Uhr

01:00:00 Std.

etwas härter (5 / 10)

Personal-Training

Fitness & Krafttraining

Trainingsbemerkung

etwas härter (5/10)


Es war wie immer ein sehr gutes Training. Immer wieder interessant, dass mein Trainer es auch nach rund 5 Jahren gemeinsamen Trainings immer wieder schafft, andere bzw. neue Übungen bzw. Bewegungsabläufe ins Programm einzubauen. Langeweile oder ein eintöniges Training kommt bei ihm ganz bestimmt nicht vor.

Beim Aufwärmtraining ging mein Puls schon mächtig hoch. Zum einen häufig runter in die Liegestütz-Position, also dabei mit den Händen auf das Steppbrett stützen, keine Liegestütze, sondern nur die Position einnehmen, darauf achten, dass die Hüfte oben bleibt. Immer wieder runter und hoch. Das treibt den Puls immer total nach oben.

Zusätzlich folgten in diesem ersten Block so einige Ausfallschritte (mal nach hinten, mal überkreuzend nach hinten, immer im Wechsel, mal mit rechts, mal mit links) sowie mit den 3 kg Hanteln Kreuzheben und beim Hochgehen nach oben strecken.

Der zweite Block begann mit einer neuen Übung. Gerade stehen, Oberkörper gerade und ruhig halten und nur aus der Hüfte arbeiten. Eine Hüfte immer wieder weit nach oben ziehen. Anschließend ein Bein gestreckt nach hinten hoch ziehen (dabei den Oberkörper weiterhin ruhig und gerade stehen lassen).

Danach mit dem Oberkörper gerade nach vorne beugen und mit den gestreckten Armen mit den 3 kg Hanteln nach hinten/oben (oberhalb vom Rücken) arbeiten. Das fällt mir immer schwer. Dabei muss er immer aufpassen, dass ich mit den Armen nicht zu tief runter gehe.

Anschließend gerade hinstellen (nicht ins Hohlkreuz fallen) und mit der 3 kg Hantel über bzw. hinter dem Kopf arbeiten. Also die Arme gerade nach oben strecken. Dann die Unterarme nach hinten runter, mit der Hantel Richtung Schulter/Nacken und wieder nach oben strecken. Anfangs ging es noch, aber umso mehr Wiederholungen kamen, umso schwerer fiel es mir. Bei den letzten Wiederholungen konnte ich die Arme nur noch mit Mühe nach oben strecken.

Danach ging es runter auf die Knie, mit den Händen (relativ nah zusammen) auf das Steppbrett und so dann Liegestütze, also beim Runtergehen mit den Ellenbogen vor dem Körper bleiben (nicht zur Seite weg), was ich immer wieder super schwer finde.

Als Abschluss folgten noch Unterarm-Stütze, wobei ich immer besser werde, bei denen ich die Spannung immer besser halten konnte (das konnte ich, als ich ihn kennengelernt habe, überhaupt nicht, nicht eine Sekunde konnte ich es stabil halten, meine Hüfte klappte sofort zusammen - ich bin jetzt wirklich stolz, dass ich es inzwischen, mit sehr viel Training, so gut hinbekommen).

Beim Dehnen am Ende der Stunde gab er mir dann noch ein paar gute Tipps, wie ich meine Beine, die Oberschenkel besser und gezielt dehnen kann, da ich mit ein paar Übungen noch Probleme habe. Bei der Übung auf den Knien, mit einem Bein nach vorne, mit den Händen neben dem Fuß auf den Boden, komme ich immer noch nicht so richtig (also locker) auf den Boden. Damit bin ich noch mächtig am kämpfen. Meine Beine sind dabei irgendwie noch "im Weg". Die muss ich noch intensiver dehnen, damit ich diese Übung demnächst besser durchführen kann (das trainiere ich zur Zeit unter anderem, also auch neben anderen Übungen).

Ich finde es immer wieder gut, dass er auf meine Fragen bezüglich verschiedener Übungen eingeht, mir Tips gibt und alles erklärt, worauf ich dabei im einzelnen achten soll. Ich habe mal wieder eine andere Variante der Biceps-Bewegung gesehen, die ich so noch nicht durchgeführt habe. "Normal" hoch (also Handinnenflächen nach oben), Halb, also bis zur Waagerechten so wieder runter. Dann die Hände drehen, so dass die Handinnenflächen nach unten zeigen und so dann runter bis in die Senkrechte. Wir haben diese Übung, also die Handinnenflächen die ganze Zeit nach unten lassen, vor einiger Zeit mal durchgeführt. Das fand ich sehr schwer. Deswegen fand ich diese Variante, sozusagen Hälfte/Hälfte, auf halber Höhe die Arme zu drehen, sehr interessant. Ich wollte es (beim gestrigen Training) bei der Biceps-Übung mal ausprobieren, aber es tat in den Ellenbogen mächtig weh (bei dieser Drehung), so dass ich Angst hatte, dabei etwas falsch zu machen und habe die Übung dann normal zu Ende geführt (die Handinnenflächen, so wie üblich, die ganze Zeit nach oben zu lassen). Im Grunde fand er diese Übung, diese Idee auch gut, aber ich soll sie vorerst, zum üben, besser mit der 3 kg Hantel durchführen. Die normale Variante weiterhin mit der 5 kg Hantel, aber diese andere Variante, den Arm dabei zu drehen, vorerst mit der 3 kg Hantel. Das will ich demnächst dann mal so mit in mein Programm einbauen. Solche neuen kleinen Herausforderungen machen mir halt immer wieder Spaß.

Beim Training haben wir wieder mehrere sehr interessante Gespräche über verschiedene Themen geführt, so dass ich bei den schweren Übungen wieder gut abgelenkt war.

Unter anderem bekam ich von ihm auch zwei "kleine" Vorträge gehalten. Zum einen ging es um die Ernährung. Bei mir gilt immer "ganz oder gar nicht". Entweder ich passe total auf, gönne mir auch keine großen Ausnahmen (wie Eis usw.), arbeite relativ "streng" auf die nächste Kontrolle hin (habe diese nächste Kontrolle, das geplante Ziel ständig im Hinterkopf). Oder aber ich gönne mir was (so wie heute den Käsekuchen oder in diesem Urlaub auch mal ein Eis) und denke dann sofort negativ, dass ich das Abnehmen (mit diesem Sündigen) doch eh nicht schaffen kann.

Diesbezüglich konnte ich mir dann so einiges anhören. Man darf immer mal wieder sündigen, wenn die Ernährung an den anderen Tagen dann aber ausgeglichen ist, man auch regelmäßig seinen Sport durchzieht (Kalorien verbrennt und Muskeln aufbaut), dann macht so eine Ausnahme kaum was bzw. nur sehr wenig aus. Mein "Schwarz/Weiss"-Denken ist völlig falsch. Der heutige Käsekuchen und auch das Eis im Urlaub war völlig in Ordnung, sofern ich mich an den übrigen Tagen (und in der Mehrzeit des Jahres) an eine gute Ernährung halte und, wie gesagt, auch den Sport immer wieder und auch regelmäßig durchziehe. Nicht Hop oder Top, sondern sich hin und wieder was gönnen, sich aber dann wieder an seinen Ernährungs- und Sportplan halten. Ja, im Grunde hat er ja recht.

Dann ging es um zu allgemeine Aussagen beim Sport. Es heißt immer wieder (bei Sport in Gruppen oder mit älteren Menschen, auch wenn Verletzungen vorliegen), dass Sport nicht weh tun darf, keine Schmerzen verursachen darf. Sport darf NIE weh tun.

Darauf sage ich dann immer, dass mein Sport, damit er mir hilft, wehtun MUSS.

Beide Aussagen sind viel zu pauschal, viel zu allgemein, wie er mir (als Laien) dann an einigen Beispielen erklärt hat.

Ich kann es als Laie nicht so richtig wiedergeben.

Es ist richtig, dass man es nicht übertreiben soll. Wenn Vorerkrankungen bestehen, z. B. bei Älteren auch eine künstliche Hüfte usw., dann darf der Sport in dieser Region nicht weh tun. Eine "gezielte Dosis" ist richtig, aber man muss sich danach noch bewegen können.

Bei mir ist etwas anderes. Ich habe eine chronische Muskelschwäche. Meine Muskulatur muss immer wieder gestärkt und gedehnt werden (so wie auch meine Fersen usw.). Das Dehnen der Muskeln (in Beinen usw.) muss immer bis an die Schmerzgrenze gehen. Bleibt man unterhalb dieser Schmerzgrenze (was ich früher in Gruppen, auch bei einigen Physiotherapeuten bei der KG) gemacht habe, dann bekomme ich sehr starke Schmerzen, bis ich kaum noch Laufen kann. Mit den kurzen Bändern in den Fersen konnte ich wochenlang ja nur noch humpeln. Umso intensiver ich die Fersen (mit starken Schmerzen) gedehnt habe, umso mehr ließen die ständigen Schmerzen nach, umso besser und schmerzfreier konnte ich dann wieder laufen.

Meine Wirbelsäule ist "kaputt", also die Bandscheiben sind schon seit Anfang meines 20. Lebensjahres stark geschädigt bzw. "weg" (auf Röntgenbildern nicht mehr zu sehen) Meine Wirbelsäule ist so verbogen, so stark zusammen gepresst, dass keine Bandscheiben mehr dazwischen passen. Deswegen kann die damalige Bandscheibenvorwölbung auch nicht mehr zwischen die Wirbel zurück gehen, was bei den meisten Menschen der Fall ist (dass sich diese Vorwölbung mit der Zeit wieder alleine zurückbildet, sich wieder ganz zwischen die Wirbel zurück zieht). Durch die fehlenden Bandscheiben hatte ich nach Auskunft der damaligen Ärzte/Orthopäden ja auch die Dauerschmerzen, die ich "akzeptieren" sollte. Aber mit intensivem Training (was wir jetzt immer machen) kann man die Muskulatur, den ganzen Rumpf so stärken (woran wir ständig arbeiten), so dass die Wirbelsäule von der Muskulatur genug gestärkt wird, so dass ich keine Schmerzen mehr habe.

Wenn ich durch eine Zerrung (Hexenschuss) oder ähnliches richtig Schmerzen habe, dann passen wir natürlich auf, dann muss eine Übung ausfallen und eine andere Übung durchgeführt werden. Aber die reine Kräftigung, Stabilisierung und Dehnung der Muskulatur, was mir dauerhaft gegen Schmerzen hilft, das erreicht man nur, indem man beim Dehnen und den Hantelübungen usw. über die eigentliche Schmerzgrenze hinaus geht, die im Laufe der Zeit bei allen Übungen immer größer, immer höher geworden ist. Viele Übungen, die ich anfangs gar nicht konnte, die gehören längst zu meinem Standard-Programm, die mir fast schon leicht fallen (bei denen ich anfangs völlig versagt habe, die ich inzwischen schon nebenbei durchführe, z. B. Hantelübungen mit der 5 kg Hantel, aber auch Liegestütze usw.).

Ja, Schmerzen sind eine relative Sache, immer auf die Person, auf den Gesundheitszustand und die betreffende Übung bezogen.

Alles in allem, also auch bezüglich dieses Gespräches, fand ich das heutige Training wieder sehr gut und auch sehr interessant.

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