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Trainingseinheit

Zampano Mann » Trainingstagebuch

10:04:24 Uhr

06:01:20 Std.

06:01:02 Std.

73.52 km

12.2 / 73.4 km/h

4:55/km / 0:49/km

1680 m

Ausdauertraining

Radfahren

Trainingsbemerkung


AlpenX mit Silvio, 2. Tag.

Für die komplette Beschreibung s. Tag 1.

Heute sind wir den 2. Teil der 1. Etappe auf der vom DAV vorgeschlagenen Marvin Transalp Route gefahren, anschließend deren 2. Etappe.

Flach geht es von Wallgau bis Krün über das längst trockengelegte Moor , ehe sich der Anstieg hinauf zu den Buckelwiesen anschließt. Diese haben ihren Namen von einer weiteren geologischen Besonderheit: Die Wiesen und Weiden, die passiert werden, weisen überaus lustige Aufhäufungen auf und sehen in etwa so aus, wie eine Buckel-Skipiste, nur ohne Schnee und im Flachen. Karwendel zur Linken und Wetterstein zur Rechten rücken näher und so fahren wir in Nähe der Bahnlinie in Mittenwald ein, dem für seine Lüftlmalereien an den alten Dorfhäusern bekannten Geigenbauerort in Oberbayern.
Der flache Radweg passiert die Sportanlagen und durch den Riedboden (wobei uns ab der Gabelung die linke, der Isar näher verlaufende Variante besser gefällt) gelangt man an der historischen Porta Claudia über die Grenze nach Scharnitz in Österreich. Den Ort muss man nicht auf der Hauptstraße passieren, sondern kann sich rechts davon in Isarnähe halten. Wo der Fluss seine Biegung ins Karwendel macht, bleiben wir rechts am Gießenbach und fahren auf beschildertem Radweg immer an der rechten Talseite entlang nunmehr leicht ansteigend bis zum gleichnamigen Ort Gießenbach. Nach Passieren der Häuser mündet unser Radweg auf die Teerstraße, die rechts ansteigend Richtung Leutasch führt. Dieser wenig befahrenen Straße folgt man nun für etwa 800 Meter , ehe wir wieder links auf eine geschotterte und mit Wegweisern beschilderte Waldstraße abbiegen. Wir aber wollen es ein wenig anspruchsvoller und zweigen nach ca. einem knappen Kilometer links auf ein Holzbrücklein und einen Pfad Richtung Bodenalpe . Auch auf dieser Seite führt ein Schotterweg bis hinauf nach Seefeld, stellenweise sogar steil. Wegen der zahlreichen Verzweigungen gilt es hier, den GPS-Track im Auge zu behalten. Am Geigenbühel erreicht man dann den Touristenort und in wenigen Minuten ist man im Zentrum.

Da wir dicke Schlappen auf den Mountainbikes haben und die Straße ohnehin gemieden hätten, fahren wir von Seefeld vorbei am Postkartenmotiv des Seefelder Kirchleins zunächst auf einer breiten Waldstraße in südwestlicher Richtung durch den sogenannten Seewald, immer zwischen Gschwandtkopf und der Verbindungsstraße nach Mösern. Noch bevor man sich in die Abfahrt stürzen darf, werden so die ersten 100 Höhenmeter bergauf erklommen. In der Nähe von Mösern beginnt dann aber der steile Ritt ins Inntal endgültig. Der Fahrweg ist erstaunlich gut zu fahren und hat kaum fahrtechnische Schwierigkeiten zu bieten. Lediglich die Bremsen werden auf dem Weg hinunter nach Pettnau ziemlich beansprucht. Im Tal wird die Bundesstraße beim Wirtshaus zum Mellauner überquert, wo am Brunnen der beschilderte Radweg entlang des Inn beginnt. Diesem Inntal-Radweg folgt man in Fließrichtung knapp 3 km, dann weisen Wegweiser über die Autobahnbrücke auf die andere Flußseite nach Hatting . Wieder folgt man dem Radweg entlang des Inn, teils geteert, teils geschottert, über Inzing und Zirl (Bahnhof) bis Unterperfuss . Hier verlassen wir das Inntal und den flussbegleitenden Radweg und beginnen den langen Aufstieg zum „Innsbrucker Almenweg“. Zunächst geht es auf der Dorfstraße von Unterperfuss Richtung Kematen , wobei am Kreisverkehr vor Kematen der Straßenbeschilderung Richtung Axams gefolgt wird. 500 m nach dem Kreisverkehr zweigt links die ansteigende Teerstraße nach Axams ab. Ihr folgt man in weiten Kehren für knapp 2 km und zweigt dann links ab Richtung Omes . Auf der Nebenstraße gelangt man in einem weiteren Geländeaufschwung über Omesmühle nach Birgitz .

In Birgitz wird die Dorfstraße gequert und es beginnt der fast 700 Höhenmeter lange Anstieg auf dem Rodelweg zur Götzner Alm. 5 km lang ist die Auffahrt, so dass man sich die durchschnittlichen Steigungsprozente leicht selbst errechnen kann (14%). In jedem Fall ist es ein hartes Stück Arbeit, sich die Höhenstraße zu erkämpfen, das sei schonmal vorweg festgestellt, und stellenweises Schieben ist keine Schande.

Mit der Götzner Alm , die im Sommer täglich außer Montags geöffnet ist, hast man es aber auch schon (fast) geschafft. Hier beginnt der sogenannte „Innsbrucker Almenweg“ , eine Höhen-Verbindungsstraße zwischen den bewirtschafteten Almgasthäusern, die in einer Höhenlage zwischen 1500 und 1600 Metern wie auf einer Perlenschnur hoch über Inn- und Wipptal aufgereiht liegen. Der Weg hat zumeist Fahrbahnbreite, ist gelegentlich aber auch mal schmal wie ein Wanderweg. Man gelangt auf dem Höhenweg zunächst zur Mutterer Alm , die auch über die Mutterer Almbahn von Mutters her erreicht werden kann und entsprechend bevölkert ist. Als nächstes erreicht man die urige, sehr schön auf einem Bergsporn gelegene Raitiser Alm , ehe man zur Kreither Alm abfährt. Alle Gaststätten sind bewirtschaftet. Von der Kreither Alm führt ein letzter Aufschwung auf guter Forststraße über 150 Höhenmeter zum Sattel unterm Jochkreuz, der das Wipptal geografisch vom Stubaital trennt. Nun beginnt die Abfahrt: in zwei Kehren bergab erreicht man auf breiter Piste nach 1 km einen Linksabzweig, dem sich eine Trailabfahrt bis Kapfers anschließt. Man kann aber auch genausogut geradeaus auf dem Forstweg bleiben und auf unschwerem, aber geringfügig längerem Weg bis Kapfers abfahren. Von Kapfers gelangt man über Tulfes nach Mieders , je nachdem, wo man seine Unterkunft gewählt hat.

Weil wir in die Dämmerung hineinkamen, haben wir das letzte Stück zu unserer Unterkunft in Neustift/Stubaital mit der Bahn überbrückt.
Übernachtet haben wir in der Pension Kristall (www.pension-kristall.com) - klein, sauber, ok.

Vorsicht: Der hier gezeigte gpx-track stimmt nicht ganz mit dem der Marvin Route (bei Tag 1 beschrieben) überein!


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