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Zampano Mann » Trainingstagebuch

14:30:12 Uhr

03:04:27 Std.

03:04:16 Std.

31.44 km

10.2 / 78.3 km/h

5:52/km / 0:45/km

935 m

Ausdauertraining

Radfahren

Trainingsbemerkung


AlpenX mit Silvio, 1. Tag.

Start nach der 4stündigen Anfahrt mit dem Auto erst nachmittags, darum sind wir nur eine halbe Etappe der unten beschriebenen Route gefahren.

http://www.alpenverein.de/dav-services/panorama-magazin/alpencross-von-kochel-bis-riva_aid_13938.html

s. auch den gpx-track und eine sehr gute Beschreibung hier:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=gizkxroysjnkfkbx&referrer=trackList

Die Marvin-Route:
Transalp-Route vom Kochelsee an den Gardasee.

Highlights:
Kochelsee, Walchensee, Innsbrucker Almenweg, Brenner Grenzkammstraße, Rinner Sattel, Rankipino-MTB-Trail (Maddalene-Gruppe, Val di Non), Brenta-Gebirge.

Grundidee:
Eine Route auf möglichst direkter Nord-Süd-Linie über die Alpen an den Gardasee zu finden und diese mit wenig bekannten Übergängen und Abschnitten zu kombinieren. Ziel außerdem, die stark befahrenen Täler und Paßstraßen zu meiden oder den Verkehrsachsen durch Ausweichen in die Höhe zu entgehen.

Die Strecke ist vom konditionellen Anspruch und angesichts der Höhenmeter mittelschwer, kann aber an einigen Stellen mittels Aufstiegshilfen und öffentlicher Verkehrsmittel entschärft werden. Der fahrtechnische Anspruch der Route lässt sich auf vielen Abschnitten nach Können und Geschmack variieren. Oft verlaufen Forststraßen und Singletrails parallel zueinander.

Tourenbeschreibung der Gesamtroute:
Gefahren wird über den Walchensee, Mittenwald und Seefeld ins Inntal. Über den Innsbrucker Almenweg, das Stubaital und die Brenner Grenzkammstraße nach Sterzing in Südtirol. Von dort über den Rinner Sattel in der Nähe des Jaufenpasses ins Passeiertal und über das Meraner Burggrafenamt ins Winzerdorf Lana. Es schließt sich der weitgehend unbekannte Übergang übers Platzer Jöchl und den Gampenpass ins Nonstal an, wo der jüngst neueröffnete Rankipino-Naturtrail bis an die Brenta führt. Hier endlich hat man die Wahl: ob man auf der bestens beschilderten „Dolomiti Brenta Bike”-Route lieber ost- oder westseitig ums Dolomitenmassiv fährt, bleibt dem Alpenüberquerer unbenommen (hier wurde die Westroute gewählt). Zum Abschluß geht es dann von Ponte Arche ans Ufer des Gardasees. Und spätestens hier mit Marvin, dem virtuellen Bikemaskottchen der Tourismusregion Terme di Comano klärt sich dann auch die ungewöhnliche Namensgebung. Marvin, so seine Erfinder, ist neugierig und will neugierig auf Neues machen. Gleiches darf auch für diese Transalp-Route gelten.

Verkehrsmittel:
Für die Rückreise vom Gardasee kann man auf die zahlreichen Bike-Shuttleanbieter verweisen, die in der Hauptsaison täglich verkehren (Bsp.: www.bike-shuttle.de, Tip aus dem "bike" Magazin).

Unterkünfte:
Jeweils einen sehr unterschiedlichen Charakter kann man mit der Etappenplanung entwickeln, je nachdem, ob man Quartiere in oder außerhalb von Ortschaften ansteuert. In Orten in Tallage entlang der Route finden Biker leicht Quartier auch jeweils nur für eine Nacht, wenn sie die Hauptreisezeit im August meiden. Insbesondere an Ferragosto (15.8.) ist es in Italien schwer, eine Unterkunft zu bekommen. Wer hingegen Übernachtungen abseits der Dörfer oder in hochgelegenen Positionen bevorzugt, sollte langfristig vorreservieren.

Seilbahnen können im Stubaital, in Steinach am Brenner und im Ratschingstal zur Verkürzung der Etappen genutzt werden. Öffentliche Linienbusse am Jaufenpass und am Gampenpass sind nicht für die Beförderung zahlreicher Biker vorbereitet, können aber im Notfall von Einzelfahrern genutzt werden. Rund um die Brenta gibt es mehrere „Bici Bus“-Linien, die nach Fahrplan verkehren und eigens für Radfahrer-Beförderung geschaffen wurden. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch notwendig.

Infoportale im Internet:
GPS-Tracks: www.gpsies.com, www.gps-tour.info

MTB-Forum: www.mtb-news.de

Dolomiti Brenta Bike: www.dolomitibrentabike.it

Gleich die erste Etappe kombiniert Vertrautes mit Unbekanntem. Jeder Biker in Bayern kennt den Kochelsee, als Ausgangspunkt für viele Tagestouren in der Benediktenwandgruppe, am Walchensee und um den Herzogstand. Aber wurde Kochel am See schon einmal als Startort einer Transalp ins Spiel gebracht? Eher nicht. Obwohl sich das geradezu anbietet, denn der Ort liegt im Voralpenland genau am Schnittpunkt der glazialen Schwemmebene und dem Beginn der Berge. Und es ist über Autobahn und Bahnverbindung sehr schnell und einfach von München aus erreichbar. Anders als beispielsweise der sehr viel bekanntere Alpencross-Startort Mittenwald, der streng genommen sich schon in den Bergen befindet, liegt Kochel genau davor.

Gleich nach dem Start geht es auf der alten Kesselbergstraße knackig zur Sache und noch bevor der Tacho 3 Kilometer addiert hat, sieht man sich das erstemal über die verfallenen Reste der schon 1492 erstmals erwähnten Wegtrasse bergauf schieben. Der Autoverkehr der parallel verlaufenden, nahen Bundesstraße 11 dringt nur schwach herüber. Nur kurz und man hat vor Urfeld den ersten Pass erklommen und blickt auf das türkisfarbene Blau des eiskalten Walchensee.

Die Westuferpassage des Walchensee gehört der zumal an Wochenenden sehr stark befahrenen Bundesstraße 11. Sie gilt es zu meiden über einen „Umweg“ um den Walchensee herum. Quasi verkehrsfrei rollt man von Ursprung auf einer geteerten Uferstraße bis nach Sachenbach und zweigt am Kiosk auf eine nun fein geschotterte Uferstraße nach Niedernach. Bitte an Tagen mit viel Ausflügler-Aufkommen der Radwegbeschilderung folgen und nicht auf den zugegebenermaßen schöneren und holprigeren Ufertrail, sonst wird man zwischen Spaziergängern, Kindern und Hunden nicht glücklich – und diese nicht mit den Radlern. Am Gasthof Waldschänke in Niedernach mündet man in die Südufer-Mautstraße, die Jachenau mit Einsiedl verbindet. Wir folgen ihr rechts. Hier muss mit Verkehr gerechnet werden, wenngleich es wegen der erhobenen Mautgebühr meist nicht sehr viel ist und die passierenden Auto- und Motorradfahrer eher im Panorama-Genussmodus unterwegs sind.

Die Überquerung des Hochkopfs, der den Walchensee vom Isartal trennt, ist durch eine längere (7 km, 500 Hm) und stellenweise knackige Auffahrt charakterisiert, die in ihrem Schlußstück zur unbewirtschafteten Hochkopfhütte gar eine technische Bergaufpassage auf Singletrail offeriert. Von der Hütte aus hat man eine tolle Aussicht auf das Isarbecken zwischen Wallgau und Mittenwald, auf das Karwendelgebirge und den Wetterstein. Für ein Erholungspäuschen also bestens geeignet. Leider gibt es oben weder Wasser zum Nachfassen, noch etwas zu kaufen. Die Selbstversorgerhütte wird nur von Alpenvereinsgehern mit Schlüssel besucht (und die bringen ihre eigene Verpflegung mit).

Die Abfahrt von der Hütte beginnt sofort mit einem fartechnisch anspruchsvollen Trail. Bis zum Erreichen der Hütten-Zufahrtsstraße ist es zwar nicht weit (800 m), aber die stark erodierte Passage mit ihren Ablaufbohlen reicht, um erste Fragen hinsichtlich Mut und Fahrkönnen aufzuwerfen. Man hält sich von der Wegweisung nunmehr ständig Richtung Maxhütte und Wallgau, meist eben, sollte dabei aber durchaus den GPS-Track auf dem Navigationsgerät im Auge behalten, denn den einen oder anderen unerwarteten Abzweig im Forst gilt es zu beachten. Dabei werden Bachläufe passiert und Hochmoore gequert und nicht immer hinterlässt die Wegführung einen eindeutigen Eindruck. Die Wegweiser hier sind spärlich bis nicht existent. Dafür geizt diese Wildlandschaft nicht mit ihren Reizen: Kennt man Moore sonst nur aus Becken- und Tallagen, wird man hier überrascht von der Tatsache, dass sie wundersamerweise über die höchsten Höhenzüge des Ochsensitzer Berges führen. Wo gibt's das sonst schon? Achtung: die Hochmoorpassage kann nach längeren Niederschlagsperioden durchaus feucht wie ein aufgesogener Schwamm sein und Schlamlöcher aufweisen. Nasse Füsse sind dann vorprogrammiert. Für die etwa 1,3 km lange Passage sollte man dann etwa 20 min einplanen.

Noch ein letzter Aufschwung und man erreicht die Maxhütte , ein schön gelegenes Ausflugslokal über Wallgau. Nun folgt die kurze, steile Abfahrt und der jüngst davon abzweigende „Magdalena Neuner-Panoramaweg“, den die Erschaffer im Tourismusbüro sicher nicht zur Erbauung von Mountainbikern erdacht haben. Sie hatten vermutlich eher die Spaziergänger im Blick, die mit wenig Anstrengungsaufwand ins Freie gelockt werden sollten und über gut zwei Dutzend Informationstafeln mehr oder weniger Interessantes aus dem Leben des derzeit berühmtetsten Dorfkindes erfahren dürfen. Hier gilt deswegen gleiches wie zuvor an den Uferpfaden des Walchensee: an Tagen mit viel Ausflüglern sollte man den Panoramaweg meiden, will man nicht alle paar Meter "Äh, Entschuldigung bitte!" stammeln müssen und sich böse Blicke von erholungssuchenden Castrop-Rauxelern zuziehen.

Übernachtet haben wir im Gasthof Isartal: Gemütlich rustikal, mit urig oberbayerischem Essen (http://www.gasthof-isartal.de/?Landgasthof_Isartal).



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